ANNENSTRASSE. URBANE TRANSFORMATION UND SOZIALER WANDEL.Annenstraße. Die Geschichte einer Einkaufsstraße, ihr Wandel in den letzten 30 Jahre und ihre Chancen und Potentiale für die Zukunft. Die Grazer Annenstraße und deren Umgebung ist ein Stadtteil, der gerade in den letzten Jahrzehnten massiven Umwandlungs- und Umwertungsprozessen ausgesetzt wurde. Dieses Projekt zielt darauf ab, interdisziplinär – d.h. mit Berücksichtigung architekturhistorischer, zeithistorischer, ökonomischer, ökologischer und soziologischer Aspekte – die Vergangenheit, den Ist-Zustand und die zukünftigen Möglichkeiten der Annenstraße darzulegen.
Das Forschungsprojekt „Annenstraße. Urbane Transformation und sozialer Wandel.“ geht
vom Institut für Stadt- und Baugeschichte der Technischen Universität Graz und dem
Institut für Geschichte (Abteilung Zeitgeschichte) der Karl-Franzens-Universität unter der
Leitung von Dr. Monika Stromberger und Dr. Ulrich Tragatschnig aus und wird vom Land
Steiermark, von der Wirtschaftskammer Steiermark und der Stadt Graz unterstützt. Es ist
als Kooperationsprojekt mit dem Kunstverein Im Rahmen dieses Forschungsprojektes werden die Lehrveranstaltungen „Projektübung Annenstraße“ (Architektur) und „Urbane Problemlagen“ (Soziologie) abgehalten. Die Studierenden beider Lehrveranstaltungen haben gemeinsam einen umfangreichen Fragebogen für PassantInnen und Geschäftsleute der Annenstraße entwickelt, der den Ist- Zustand der Annenstraße abbilden soll. Durch diese historische urban-regionale Rating- Analyse („HURRA“) wurden die Meinungen der Befragten zu den Themen Verkehr & Parkplatzsituation, positive und negative Aspekte der Annenstraße und Pläne der Stadt Graz (insbesondere auch zum geplanten EKZ Stadtgalerie) erhoben. Weiters wurden mit Hilfe der Geschäftsleute statistische Daten wie zum Beispiel Standortfaktoren, Geschäftsgröße, Kundenfrequenz, usw. gewonnen. Auf Basis dieser erworbenen Grundlagen zum Ist-Zustand und weiterer detaillierter Recherchen im Bereich der jeweiligen spezifischen Thematik werden Visionen zur Annenstraße entwickelt, wobei das Spektrum von Kunst im öffentlichen Raum über BürgerInnenbeteiligungsprojekte bis zu konkreten städtebaulichen Veränderungen reicht. Zu diesem Projekt entstand die Homepage www.annenstrasse.info, die als ein Informationsportal für AnrainerInnen, Geschäftsleute, Bürgerinitiativen, Kunstvereine und alle, denen die Annenstraße am Herzen liegt, gedacht ist. Die Seite wird vorbehaltlos und neutral über die Entwicklungen in der Annenstraße informieren und dokumentiert den Arbeitsprozess der Studierenden nämlich die graphisch aufbereiteten Befragungsergebnisse und die Arbeiten zu den Visionen. Diese Seite bietet auch die Möglichkeit eines Blogs, der nicht nur zum Austausch aller Beteiligten, sondern auch für Anregungen, Fragen und Beschwerden offen ist. Eine offene Informations- und Präsentationswoche Ende Jänner (25.-28.1.2010, in der Annenstraße) wird dem Team die Möglichkeit geben, alle Ergebnisse und Erkenntnisse mit den Beteiligten zu diskutieren. |
